Afrika 2023-2024


Reiseroute 2023-2024

Am 27. Oktober 2023 ging’s los und nach zweieinhalb Monaten in den Bergen Marokkos und den Weiten der Westsahara, sechs Wochen in der mauretanischen Wüste und zwei Monaten auf Abwegen in der algerischen Sahara waren wir am 27. April 2024 wieder zurück im Cantone.

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Achats letzte Reise

Gestern Abend, am Abend des 3. April 2024, hat uns Achat verlassen.

Er war schon am Tag davor sehr müde, hatte keinen Appetit mehr und hat dann gestern den ganzen Tag über das Trinken verweigert. Wir haben ihn gekühlt, haben ihm etwas Wasser eingeflösst und er konnte so ganz ruhig in unseren Armen sterben.
Er wurde 18 Jahre und 197 Tage alt.

Heute haben wir Achat an einem schönen Ort im Tassili beerdigt. Er wird dort seine Ruhe finden und uns nicht mehr rufen müssen …
Doch unseren alten Herrn Hund, der uns seit siebzehneinhalb Jahren auf Schritt und Tritt vertrauensvoll gefolgt ist, mit uns die verrücktesten Sachen freudig und klaglos durchgestanden und sich dabei stets loyal um uns gekümmert und uns beschützt hat, dort alleine zurückzulassen, tut weh und fühlt sich etwas wie Verrat an.

Es tun sich Leeren auf – er fehlt.

Gemächlich bis zum Adrar In Rouri

Auf den rund 80km von Afara bis zum Adrar In Rouri südlich von Tamdjert kommen wir nur langsam vorwärts.
Dies ist nicht bloss den sandigen Pisten und den teils anspruchsvollen Fahrten durch enge Oueds geschuldet, sondern auch der wahnsinnig schönen Landschaft und den vielen Dingen, die’s hier zu sehen gibt.

Noch in den schwarzen und steinigen Hügeln südlich von Afara erwandern wir uns zwei präislamische Gräber. Das Schlüssellochgrab und das Antennengrab zeugen von unglaublich präziser und sorgfältiger Bautätigkeit und gehören zu den grössten ihrer Art.

Später in der unübersichtlich Landschaft mit den von Sand umspülten Felsen besuchen wir viele der unzähligen Felsmalereien. Diese befinden sich hier anders als im Tadrart in erhöht an den Felsen liegenden, breiten Überhängen, die erstmal erklommen werden müssen. Zudem sind die Darstellungen oft detaillierter und enthalten bereits jüngere Motive wie Pferdegespanne.

Eine Woche Djanet

Da sich das Hinterachsdifferential am Bus seit zwei Tagen nicht mehr entsperren lässt, bleiben wir bis Djanet trotz 130km Teerstrasse halbseitig dem Geländefahren und dem entsprechenden Temposchnitt treu. Mit den rechten Rädern wann immer möglich neben dem Teer und mit langsamen 30km/h trudeln wir nach gut 4 Stunden in Djanet ein und ruckeln den Wagen um die engen Kurven in den Hof des Hotels Zeriba.