Achat und die Mangowürmer

Eines Abends finden wir an Achat vermeintliche Bisswunden, welche sich aber bei genauerem Untersuch als Atemöffnungen von Maden herausstellen. Er ist voll davon – ekelhaft – wie ein Stück altes Fleisch, das an der Sonne lag. Wir haben Internetzugang und finden schnell heraus, dass er von Larven der Mangofliege befallen ist. So wie in diesen Videos zu sehen ist, machen wir uns dann an die Arbeit und spät nachts sind über 60 bis 1cm lange Maden aus Achat herausgedrückt. In den folgenden zwei Tagen kommen noch viele mehr zum Vorschein.

Nach drei Nächten beim ländlichen Janjanbureh geht’s jetzt deshalb so schnell als möglich in den Ballungsraum der West Coast Region, wo die Hälfte der Gambier in den zusammenwachsenden Städten von Banjul, über Serrekunda bis nach Gunjur lebt und sich auch die Tierarztpraxis Touray&Meyer befindet.
Die dortige Kontrolle ergibt, dass wir beim Maden entfernen gründlich waren und Achat wird medikamentös gegen erneuten Befall geschützt. Wir haben Glück, dass es hier diesen tollen Tierarzt Micha Meyer gibt, der sich mit seinem TNR-Programm vor allem den Strassentieren annimmt – sie werden eingesammelt, gepflegt, kastriert und zurückgebracht.

Beruhigt verbringen wir noch einige Tage in Sukuta und dann weiter südlich am Meer, unter anderem in der schönen Birdnest Garden Lodge von Olivia und Ansel bei Gunjur.


2 Kommentare zu 'Achat und die Mangowürmer'

  1. Hallo Susan und Stefan, wir sind jetzt gut über alle Grenzen gekommen und verbringen eine der letzten Nächte in Afrika, Marokko, in Ouniagha, kurz hinter Essaouira. Mit großem Interesse lesen wir euren Blog und hoffen, dass ihr eine gute weitere Reise haben werdet. Viele Grüße auch an Ursula und Martin in der Zebrabar, falls ihr dort noch hinkommt, von Hans Peter und Bärbel

    1. Schön von Euch zu hören und dass bei Euch soweit alles geklappt hat!
      Wir sind nach einer Runde durch die Casamance, Guinea Bissau und den Osten von Senegal nun tatsächlich wieder in der Zebrabar gelandet und haben die Grüsse gerne ausgerichtet.
      Wir wünschen Euch noch schöne letzte Afrikatage und ein gutes Nachhausekommen.
      Herzlich Stephan und Susan


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