Von Norden auf der Nationalstrasse N5 in und durch die Bergregion des Fouta Djallon unterwegs, bestätigt sich bald der schlechte Ruf der guineischen Strassen. Anfänglich noch ganz passabel, dann mit immer mehr Schlaglöchern, tiefen Mulden und längeren kaputten Passagen bis Labé, wird die Strasse ab da bis Mamou zu einem eigentlichen Geländeparcours mit hartkantigen, bloss noch nervenden Teerinseln. Eine Tortur für die Fahrzeuge und eine Geduldsprobe für die Fahrer, die einem inständig hoffen lassen, dass die grossspurig angekündigten Strassen-Projekte weiter westlich bereits umgesetzt sind.
















Am schnellsten kommen auf diesen "Strassen" definitiv die Zweiräder voran, sie slalomieren zwischen den Löchern und Mulden elegant hin und her und fahren haarscharf an einem links oder rechts kurz hupend dort vorbei, wo es einem auf vier Rädern so richtig durchschüttelt. Die Motos, sind hier in Guinea übrigens nicht wie im Senegal chinesische Scooter, sondern robuste 110ccm-Motorräder aus Indien mit extra langem Sattel für bis zu vier Personen. Die Motorradfahrer stellen in den Städten, sowie auf den Überlandstrecken den Hauptanteil der Verkehrsteilnehmer und übernehmen, an den nummerierten gelben, grünen oder orangen Westen zu erkennen, ganz offiziell auch die Taxidienste.
Die in den nördlichen Nachbarländer üblichen Kleinbustaxis und Vantransporter sind hier kaum zu sehen. Statt dessen bahnen sich extrem beladene PWs, vor allem alte Peugeots und Toyotas mit kurzem Radstand und etwas Bodenfreiheit lichthupend und blinkend, stets ringend darum, doch noch als erste ums nächste Loch zu kommen, rasant den Weg durch den Staub.
Und zu guter Letzt sind da natürlich noch eine Unmenge an Lastwagen; die beladenen, die alle anderen Fahrzeuge unendlich langsam umherlavierend ausbremsen und zu gefährlichen Überholmanövern provozieren, die leeren, die manchmal übermütig drauflos blochen und die zahlreichen en panne, die einfach auf der Strasse im Weg stehen.























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