Ab nach Guinea

Die Strassen vom Sine-Saloum-Delta nach Tambacounda und dann in den Süden an die guineische Grenze sind heute, anders als vor 6 Jahren noch, in gutem Zustand. Also können wir die Fahrt trotz der vielen Lastwagen geniessen und kommen gut voran.

Die Ausreise aus dem Senegal wird in Kalifourou, 35km vor der Landesgrenze, abgewickelt und ist voll easy. Im Gebäude rechts neben der ersten Sperre wird wortlos das CDP abgestempelt, zurück auf der Strasse tausche ich bei Barri Euros gegen Massen von GNFs (100 € ~ 1'000'000 Guinea Franc) und bei der zweiten Schnur über die Strasse werden wiederum rechts freundlich die Pässe ausgestempelt. Alles in allem dauert es kaum eine Viertelstunde, bis wir unmittelbar westlich des Nationalparks 'Niokolo Koba' entlang weiter nach Süden fahren und uns nach etwa 20km zum Übernachten in die Büsche schlagen.

Anderntags fahren wir ausgeruht, aber gespannt nach Boundou Fourdou, dem kleinen, guineischen Posten grad nach der Landesgrenze. Nachdem bei der Polizei (rechts der ersten Sperre) die Fahrzeugpapiere noch speditiv registriert werden, wird's dann bei der Grenzpolizei (PAF, links der zweiten Sperre) harzig. Obwohl wir die eVisa mit Hinweis auf unsere rollende Unterkunft ohne Hotelreservation erhalten haben, werden wir nun genötigt eine solche nachträglich vorzunehmen und die Rechnung auch gleich zu bezahlen. Zum Glück funktioniert die senegalesische SIM hier gerade noch, doch die Sache stellt sich vor Ort als ziemlich mühsam heraus und wir verlieren Stunden bis wir die nötigen Belege vorweisen können, die PAF unsere Visa beglaubigt und uns weiterfahren lässt.
Nach gut 25km erreichen wir dann in Sambailo, nachdem wir durch einen kilometerlangen engen Spalier blockierter Lastwagen vorgefahren sind, dann das eigentliche guineische Grenzgelände. Viele der Lastwagenfahrer haben sich am Rand der Strasse schon "häuslich" eingerichtet, da sie wochen-, teils monatelang darauf warten, dass ihr Spediteur bzw. Auftraggeber die geforderten Zölle und/oder Schmiergelder bezahlt.
Wir müssen hier zuerst links durch einen Scanner, dann weiter vorne rechts zum Douane, um das CPD abstempeln zu lassen, und noch weiter vorne wiederum rechts zur Polizei, wo Fingerabdrücke und ein Foto erfasst und die Pässe gestempelt werden. Abgesehen von einigen den Zuständigkeiten und Hierarchien geschuldeten skurrilen Prozeduren, läuft hier alles recht zügig und nach einer Stunde sind wir endlich offiziell in Guinea.

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