Die Einreise nach Marokko war diesmal richtig einfach: kein Scanner, kein Türe-öffnen, nicht mal aussteigen musste ich, bloss die obligate Frage nach der Drohne beantworten und die Pässe zusammen mit der auf dem Schiff bereits ergatterten 'Admission Temporaire' für das Fahrzeug durchs Fenster mehrfach vorweisen, das war's.
Dagegen leistet sich Marokko nach wie vor ein sehr um- und deshalb unverständliches Ausreiseverfahren im Süden.
Dass wir den dortigen Postenlauf entspannt angehen können, fahren wir früh morgens nach Guerguerat, stärken uns dort im Tankstellen-Resto mit einem letzten Berber-Omelett und einem Kaffee und stehen danach schon vor 10 Uhr und noch vor dem grossen LKW-Ansturm an der Grenze.




Hier nun la procedure in Guerguerate im Detail:
- Vor dem Grenzgelände links an den Lastwagen vorbei so weit wie möglich nach vorne fahren, in der Schlange vorrücken und eventuell auf Anweisung in die Lastwagenspur wechseln.
- Am Eintrittstor Pässe und Visa vorweisen und so weit wie möglich aufs Gelände fahren.
- Sofort gemeinsam zu Fuss zum ersten Kabäuschen gehen, um die Pässe bei der Polizei auszustempeln.
- Bis vor den Scanner vorrücken, wo am besten ein Mitreisender im Container-Büro links den Fahrzeugausweis vorzeigt, die 'Admission Temporaire' abgibt und dann dort auf das Scanner-Protokoll wartet.
- Alleine in den Scannerhangar fahren, beim Stop anhalten, den Hangar verlassen und den laut piepsende Scanvorgang abwarten.
- Danach das Fahrzeug aus dem Hangar bis zum kleinen Douane-Häuschen in der folgenden Kurve fahren und warten bis der zurückgelassene Mitreisende mit dem Scanner-Protokoll und der 'Admission Temporaire' auftaucht. Beide Dokumente den Zollbeamten am Ort vorweisen und eine kurze Kontrolle (ev. mit Hund) überstehen.
- Zum nächsten Kabäuschen vorrücken und gegenüber parkieren.
- Zu Fuss zum Douane-Schalter neben dem Eingang zum Hauptgebäude zurück laufen, um dort das Scanner-Protokoll verifizieren zu lassen.
- Zurück beim Wagen das Protokoll im gegenüberliegenden Douane-Kabäuschen abgeben (die 'Admission Temporaire' kann man behalten).
- Vorrücken bis kurz nach dem Ausgangstor, rechts anhalten, nochmals alle Dokumente einem Beamten überlassen und warten bis man sie zurückerhält.




Da fast alles ungewöhnlich flott läuft, können wir bereits nach knapp zwei Stunden Marokko verlassen und fahren erleichtert durch's Kandahar rüber zum mauretanischen Grenzgelände Hassi 55.





Hier bei den Mauren läuft die Sache meist recht gradlinig und effizient und wird eigentlich nur dann stressig, wenn sich Fixer, die sich um ganze Gruppen von Reisenden kümmern, die Beamten schmierend, mit einem Stapel an Pässen neben den bereits Wartenden nach vorn drängen.
Seit der Vergabe von eVisa ist die Prozedur die folgende:
- Aufs Grenzgelände fahren, gleich nach dem Tor rechts parkieren, im Gebäude links des Tores bei der Gendarmerie die Pässe durch ein vergittertes Fenster geben und auf die Frage nach den Reisezielen irgendwas angeben.
- Im Gebäude rechts vor dem Wagen bei der Polizei die Pässe und Visa registrieren.
- Im Gelände durch ein Tor vorrücken, im Sand parkieren, rechts durch ein Tor zu einem etwas erhöht stehenden Gebäude gehen und im Zollbüro die 'Autorisation de Circuler' erstehen.
- Wieder draussen im links stehenden Häuschen diese Autorisation verifizieren lassen (das ist neu).
- Mit dem Wagen bis zum Geländeausgang vorrücken, dort parkieren und linkerhand im Polizeibüro die Visa beglaubigen lassen.
- Zu Fuss zum etwas zurück liegenden Visabüro gehen, um dort die Visa zu bezahlen und zu aktivieren (ist man das erste Mal hier, werden Fingerabdrücke und ein Foto aufgenommen).
- Dann nochmals zur Polizei spazieren, um die nötigen Einträge und Stempel in die Pässe zu bekommen.
- Beim Ausgang ein letztes Mal die Pässe zeigen.
Obwohl wir neben all dem offiziellen Hin und Her noch auf dem Grenzgelände einige Euros gegen Ougouiyas tauschen, eine SIM von Mauritel erstehen und im Gebäude unmittelbar links nach dem Ausgang noch gleich die Fahrzeugversicherung lösen, sind wir schon nach anderthalb Stunden unterwegs zum Camp 'Villa Maguela', kurz vor Nouadhibou am Meer.



























































































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