Wie schon im letzten Bericht erwähnt, sind wir via Birette/Diama von Mauretanien in den Senegal eingereist.
Trotz der bekannten Nachteile, der schrecklich kaputten Dammpiste bis zur Grenze und dem Nichtabstempeln des CPD (Carnet de Passage en Douane), ist dies definitiv die bessere Option als Rosso, von wo nach wie vor viele über ätzende, langwierige und teure Grenzübertritte berichten, bis hin zu Übernachtungen auf dem Grenzgelände und Kosten von gegen 700€.
Hier ging alles straightforward und nach anderthalb Stunden waren wir mit CFAs, Orange-SIM und Versicherung ausgestattet im Senegal. Und was die Dammpiste angeht, haben wir diesmal zudem eine bessere Variante gefunden. Wir sind auf der ganz neuen Asphaltstrasse bis zum Hafen Port de N'Diago und dann auf harter Piste durch den Parc de Diawling gefahren. So entgeht man bis auf die letzten 10km der schrecklichen Rumpelpiste und findet erst noch einen schönen Platz im Park zum übernachten.
Für die, die in nächster Zeit ebenfalls in den Senegal unterwegs sind, hier die aktuellen Details zum Grenzübertritt ...
- bei der Ausreise am maurischen Grenzposten Birette:
- Vor der ersten Barriere eine Gemeindegebühr (100 MRU gegen Quittung) bezahlen, danach rechts parkieren.
- Dem Geldwechsler, dem SIM-Verkäufer und dem Versicherungsagenten auf der Strasse freundlich zusagen, sie nach den ganzen Prozeduren zu berücksichtigen. Sie verdanken einem dies mit nützlichen Hinweisen und warten geduldig.
- Im Gebäude links bei der Police vor dem Büro links warten, bis man hereingebeten und abgefertigt wird.
- Mit dem Wagen nur wenig vorrücken und rechts parkieren.
- Im Gebäude links am linken der vergitterten Schalter beim Douane antraben und nach der Abfertigung einen Passierschein erhalten.
- Nun bei den Strassenhändlern Euros gegen CFAs wechseln und eine Orange-SIM erstehen (800 MRU inkl. 12 GB).
- An der zweiten Barriere den Passierschein abgeben und ausreisen.
- und nach der Fahrt über den Damm und die Brücke bei der Einreise am senegalesischen Grenzposten Diama:
- Vor der ersten Barriere beim Gebäude rechts die Brückengebühr (400 MRU gegen Quittung) bezahlen, dann nach der gelben Schleuse auf dem Parkplatz links vor dem Douane parkieren.
- Beim Gebäude auf der anderen, der rechten Strassenseite zum Aussenschalter der Police gehen, um mit Fingerabdrücken und Foto erfasst zu werden.
- Dann wieder zurück auf die linke Seite gehen, am Aussenschalter beim Douane das CPD vorweisen und ein 48h-Passeavant erhalten (5000 CFA gegen Quittung; ohne CPD kann für 150 bis 250€ auch ein länger gültiges Passeavant gelöst werden).
- Beim Strassenagenten wie versprochen die Versicherung lösen, entweder bloss für den Senegal oder gleich für alle CEDEAO-Staaten die 'Carte Brune' (2000 MRU für 60 Tage, Preis aushandeln!).
- An der zweiten Barriere eine Parkgebühr (1000 CFA gegen Quittung) bezahlen und in den Senegal einreisen.
Der einzige Nachteil an diesem Grenzübergang ist, dass die Senegalesen hier vor Ort das CPD nicht abstempeln und man mit dem Passeavant für zwei Tage nur wenig Zeit bekommt, das beim Douane in Dakar (N14.69528°, W17.43672°) nachzuholen.
Drei Möglichkeiten bleiben einem: Erstens man fährt halt innerhalb von 48 Stunden nach Dakar, zweitens man lässt es draufankommen, hofft, bei den Polizeikontrollen auf der Strasse nicht nach dem Passeavant gefragt zu werden (was wir persönlich auch nicht wurden) und behauptet auf Anfrage beim Zoll in Dakar, dass man mit dem abgelaufenem Passeavant gar nicht gefahren sei, drittens man nimmt das Angebot in der 'Zebra Bar' an, das Abstempeln für 50€ durch einen Taxidienst erledigen zu lassen.
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