und die dreisaitige Gitarre - oder der dreisaitige Kontrabass? - erfunden.




und die dreisaitige Gitarre - oder der dreisaitige Kontrabass? - erfunden.




Masten säumen die Strassen meist vor, in und nach den Ortschaften, manchmal klobig, oft auch elegant mit ssst.












Schilder hingegen wachsen vor allem über Land, informieren, belustigen und sollen nachdenklich machen.























An den Checkpoints waren die Gendarmen oder Polizisten zwar immer ziemlich überrascht, ob der zwei älteren Schweizer, die da solo und ohne Guide im gelben Mobil anfahren, doch auch ebenso kooperativ. Meist genügte ihnen die Kontrolle der Reisepässe und der Visa. Manchmal musste auch telefoniert werden oder ein Capo wurde herbeigerufen. Die einen notierten sich die Namen unserer Eltern, andere unsere algerische Telefonnummer. Doch nach höchstens 20 Minuten liess man uns jeweils ohne Auflagen ziehen und wünschte uns stets freundlich gute Reise 👍







Allen Unkenrufen und den daraus resultierenden eigenen Bedenken zum Trotz sind wir also seit zwei Wochen individuell in Algeriens Südosten unterwegs und konnten bisher tun und lassen, was wir wollten. Insbesondere waren wir auch frei darin, wo wir die kalten Nächte verbringen.








In Algerien, zumindest in den von uns bisher durchfahrenen Gegenden des Grand Erg Oriental und des Erg Issaouane, ist davon nichts zu spüren - im Gegenteil!
Wind- oder PV-Parks sind hier keine zu sehen. Hier wird investiert in die Öl- und Gasförderung, und zwar im grossen Stil. Mit tausenden Kilometern von asphaltierten Strassen und Pipelines werden die entlegensten Fundorte erschlossen. Den Strassen entlang gibt es für die Truckers moderne Raststätten und für die gut verdienenden Angestellten aus den verschiedensten Länder sogenannte 'Base de Vie', ziemlich luxuriöse Resorts, mit Häusern, Wohncontainern, Hotels, Läden und Kinos, und Flughäfen mit Direktflügen nach Algier, aber auch nach London und Paris.
Es herrscht Goldgräberstimmung und von der induzierten Entwicklung und dem Aufschwung profitieren die ganze Region und auch die vor kurzem noch verschlafenen kleinen Orte.
















Quizfragen: Wieviel kostet hier der Liter Diesel? Und woher kommt wohl der Strom?
Unsere Begegnungen mit den Menschen im südlichen Algerien waren bis jetzt ausschliesslich freundlich bis herzlich, entspannt und unkompliziert. Die sich ergebenden Kontakte beschränken sich aber weitgehend auf Männer, ausser man trifft auf eine der nordalgerischen Reisegruppen, die sich über die raren Touristen hier (übrigens fast ausschliesslich Italiener) geradezu überschwänglich freuen.
Auch fotografieren lassen sich die Männer richtig gerne 😉



















Es gibt Menschen, die haben nichts, oder das Wenige, was sie hatten, wurde ihnen genommen. Sie gehören nicht zu den Profiteuren, schon gar nicht zu den Privilegierten. Sie reisen nicht mit einer Kreditkarte in der Tasche vom Norden in den Süden, sondern mit einem Plastiksack in der Hand vom Süden in den Norden. Sie fahren die Tausenden von Kilometer nicht bequem im Camper, sie gehen diese zu Fuss, humpeln der Strasse entlang. Sie wollen ins gelobte Land und wissen noch nicht, dass man sie am Reichtum ohnehin nicht teilhaben lassen wird. Wahrscheinlich ahnen sie es, sie spüren ja die Härte, mit der die Fahrzeuge an ihnen vorbei donnern. Wer sie mitnimmt macht sich strafbar, wird zum Schlepper, kriegt hohe Geldbussen und droht ins Gefängnis zu wandern. Manche halten an, auch wir, geben etwas zu Essen und zu Trinken und lassen sie dann weiter gehen ... die Verdammten dieser Erde.







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